Trainingslager der (Trias) der Wasserratten vom 8. bis 10. Mai 2026 im Harz
Auf Initiative von Johannes Dürr, der dankenswerterweise auch die gesamte Organisation im Vorfeld, im Trainingslager selbst und auch im Nachgang übernahm, fand dieses Jahr vom 8. bis 10. Mai 2026 ein Trainingslager im Harz mit Schwerpunkt Rad fahren statt.
Neben der lobenswerten Gestaltung der einzelnen Aktivitäten fand besonders seine Wetterplanung und –realisierung hohen Anklang. Genau in dem Gebiet des Harzes, wo wir bei den Sportaktivitäten weitgehend gutes Wetter hatten, fiel wenige Tage später Schnee, was uns ein Rad fahren bei 2 Grad Celsius nur mit Schneeketten ermöglicht hätte, was bei Rennrädern nicht unproblematisch wäre.
Aber der Reihe nach, d.h. zunächst eine Betrachtung der Anreise. Diese, sowie auch die späteren Aktivitäten gestalteten sich sehr entspannt. Johannes Dürr und Felix Bartl hatten es konditionsbedingt nötig, am Freitag schon am Vormittag in den Harz zu reisen, damit sie noch Freitagnachmittag im Harz radeln konnten.
Manfred Fritz nahm die nach vorigen Absagen noch verbliebenen vier Wasserratten Eike Jordt, Emilia Bach, Sebastian Müller und René Croissier mit in seinen Bus, der mit 5 Personen und 5 Rennrädern gut ausgelastet war. Diese sportlich und altersmäßig relativ homogene Truppe zwischen 18 und 75 Jahren hatte schon auf der Hinfahrt viel Spaß und zugleich die Freude, die Benzinkosten durch 5 Personen teilen zu dürfen und dabei auch noch ökologi-scher zu handeln, als – wie zunächst geplant – mit zwei Autos anzureisen.
Während Johannes und Felix am Freitag brav 46 km absolvierten, hatten wir anderen Fünf abends um 22.00 Uhr kein sportliches Interesse mehr.
Dies sah am zweiten Tag ganz anders aus. Zunächst bildeten sich zwei Radgruppen:
Gruppe 1 (Normalgruppe):
Sebastian + Eike + Emilia + René
Gruppe 2 (hatte es nötig, mehr zu fahren):
Johannes + Manfred + Felix
Ziel des ersten Tages: Windbeutel-König Okertalsperre:
Anreiz: Zur Halbzeit längere Pause mit Verzehr dieses sehr schmackhaften und auch optisch äußerst reizvollen Konditorproduktes.
Für die Gruppe 1 war dieses Ziel nach 43 km und 446 Höhenmeter erreicht und auf der 46 km langen Rückfahrt kamen wir auf 708 Höhenmeter.
Die Gruppe 2 mutete sich für die Hinfahrt 80 km mit 765 Höhenmetern und für die Rückfahrt 48,5 km mit 674 Höhenmetern zu.
Diese unterschiedliche Anreise mit unterschiedlichen Trainingsanreizen erwies sich für die Gruppe 2 im Nachhinein als äußerst praktisch. Denn das Cafe war in der Zeit, in der sich die Gruppe 1 verköstigte, so voll geworden, dass es vorübergehend geschlossen werden musste. Daher hat die Gruppe 1 das Lokal erst verlassen, als Gruppe 2 ankam und die Sitzplätze wurden dann einfach übergeben.
Sportlich hat sich in der ersten Gruppe eine sich wohl nicht nur aus meiner Sicht erfreuliche „Zusammenarbeit“ ergeben:
Sebastian musste Windschatten geben und Emilia versuchen, möglichst nicht abreißen zu lassen. Und in den etwas steileren Anstiegen, in denen ich nach 7 ½ Monaten Rennradpause nicht mithalten konnte, hat mich Eike (nur) moralisch geschoben!
Der dritte Trainingstag (Sonntag) sollte um 8 Uhr mit Schwimmen beginnen, was aber leider ausfallen musste, weil trotz Zusage und vereinbarter Nutzungskosten von 100,- Euro niemand kam und das Bad aufschloss.
Und bis 9.00 Uhr warten und dann im öffentlichen Badebetrieb Hackus empfohlenes Schwimmtraining zu absolvieren, wollten wir gar nicht erst ausprobieren und sind dann etwas früher als geplant geradelt.
Für die Gruppe 1 waren zwei identische Runden á 45 km mit je 550 Höhenmetern geplant. Da ich mich bergmäßig offensichtlich am Samstag eingefahren hatte, fiel es mir Sonntag deutlich leichter, Sebastian vor mir her zu treiben.
Dennoch reichten Emilia und mir eine Runde, während Sebastian und Eike zwei Runden haben mussten.
Die Gruppe 2 mit Johannes + Manfred + Felix fuhr eine andere Strecke und kam auf 85 km und 1242 Höhenmeter!
Besonders lustig fand ich übrigens eine Abfahrt, bei der ich das Tempo drosseln und bremsen musste, weil ein Verkehrsschild nur 50 km/h erlaubte und ich etwas darüber lag!
Da am Sonntag nun schon das Schwimmen ausgefallen war, durfte für uns Trias natürlich nicht auch noch das Laufen ausfallen. Dies fand am Samstag als Koppellauf nach dem Rad-fahren statt! Für mich war das nach meinen beiden Rücken-OPs noch zu früh, aber man darf ja auch mal entspannen und die anderen „arbeiten“ lassen!
Auch die Rückfahrt verlief entspannt und harmonisch, so dass diese Art von Trainingslager mit sehr niedrigen Kosten - Übernachtung in der Jugendherberge Wernigerode und Hin- und Rückfahrt mit eigenen PKW – eine schöne Ergänzung oder sogar Alternative (zu Mallorca) war!
Vielen Dank noch einmal an Johannes Dürr für die Realisierung und an alle Fahrer, die uns hin und zurück kutschiert haben (Manfred und ebenfalls Johannes).
Von René Croissier




