Während ein Teil unserer Vereinskameraden fleißig Lorbeeren bei Wettkämpfen sammelt (wir gratulieren aus der Ferne und mit einem leicht neidischen Blick), hat sich die Breitensport-Elite – besser bekannt als die Kugelfische – am Wochenende ihrer ganz eigenen Disziplin gewidmet: Ausdauertraining, Geselligkeit und Kaloriennachschub in perfekter Kombination. Nach fünf Jahren traditionsreicher November-Touren bei eher frischer Umgebungsluft
gelang uns in diesem Jahr ein organisatorischer Durchbruch: ein Termin im Juni! Sonne statt Pudelmütze, Schäfchenwolken statt Nebelsuppe – die Möglichkeiten der Trainingsgestaltung erweiterten sich schlagartig. Ziel der Expedition: Lauenburg. Fortbewegungsmittel: Fahrrad.
Der Freitag begann individuell mit der Anreise per Rad, Auto oder Bahn, endete jedoch sehr einheitlich – im Hotel beim ersten geselligen Gelage. Fachgespräche über Technik, Taktik und die beste Übersetzung von „Regenerationsphase“ (Spoiler: „noch ein Getränk“) wurden intensiv geführt. Am Samstag wurde es dann sportlich. Bei absolutem Fotowetter – Sonnenschein, blauer Himmel und Wolken wie aus dem Bilderbuch – schwangen wir uns auf die Räder und nahmen einen Rundkurs südlich der Elbe in Angriff. Schnell zeigte sich: Fahrradfahren kann durchaus schwimmerische Qualitäten haben. Einige Teilnehmer stuften die Belastung als „vergleichbar mit 500 m Kraulbeine“ ein – allerdings ohne Beckenrand und mit deutlich mehr Gegenwind.
Konsequenterweise wurde das Training pädagogisch wertvoll gestaltet, sprich: mit ausreichend Pausen. Diese dienten selbstverständlich der aktiven Regeneration und Weiterbildung – zum Beispiel am eindrucksvollen Schiffshebewerk Scharnebeck oder in der Golfanlage Schloss Lüdersburg, wo Kaffee und Kuchen eine zentrale Rolle in der Leistungsoptimierung spielten. Der Abend brachte dann das zweite Gelage, bei dem ausgiebig geplauscht und gelacht wurde – Details sind aus trainingsmethodischen Gründen nicht vollständig überliefert. Am Sonntag traten alle nach dem Frühstück die Heimreise an, ganz so, wie sie gekommen waren. Zurück bleibt ein Gruppenchat voller begeisterter Rückmeldungen – und die einhellige Vorfreude auf die nächste Ausfahrt. Und für alle, die sich immer schon gefragt haben: Warum eigentlich Kugelfische? Nun, laut Trainer schwimmen wir immerhin besser als Kofferfische. Und seien wir ehrlich – das ist doch schon mal ein Anfang.
